Wir geben Ihren Kindern eine Zukunft
„Mein Kind kann nicht mit anderen spielen, ohne zu beißen, zu hauen und zu kneifen. Es hat keine Freundschaften und wird überall abgelehnt. Immer ist es in Bewegung und unkonzentriert. Inzwischen darf es schon nicht mehr die Schule besuchen. Mir wurde gesagt, es sei sozial behindert.“
So beschreiben Eltern häufig die Situation ihres Kindes, wenn sie sich Hilfe suchend an unsere Einrichtung wenden. Das Caroline-von-Heydebrand-Heim und Schule e. V. ist ein freier Träger, der Heimerziehung und Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder bietet. Unsere Waldorf-Grundschule führt kleine Klassen mit speziell ausgebildeten Lehrkräften. ADHS, Aggressivität, fehlende Beziehungserfahrung, soziale Desintegration sind nur einige Bezeichnungen für die heilpädagogischen Phänomene, mit denen wir erzieherisch, lehrend und therapeutisch umgehen.
„Ich habe schon so vieles versucht: Ergotherapie, logopädische Behandlung, Familien-Therapie, Integrationsschule. Das Jugendamt ermöglichte uns auch einen Familien-Helfer. Nun weiß ich keinen Rat mehr.“
Manchmal reichen die hochwertigen ambulanten Hilfen einfach nicht mehr aus. Oft fehlt dem Kind dann die basale Grundlage, auf der es lernen und sich entwickeln kann: die engste Zusammenarbeit von heilpädagogischen Fachkräften und Lehrenden, ein tragendes Erleben von Beziehung und Gemeinschaft, künstlerische, musische und sportliche Aktivität, die Erfolge ermöglicht und das Selbstwertgefühl wieder aufrichtet. Diese Komponenten bilden im Heim einen Rahmen, der als Gesamtheit wirken kann. Die Einrichtung wird zum geschützten Lebens- und Lernort, an dem die soziale Begegnung im Vordergrund steht.
„Bin ich eine Raben-Mutter, wenn ich mein Kind in ein Heim gebe? Wird es ihm dort gut gehen? Wie sieht dort sein Alltag aus?“
Viele Zweifel begleiten die Entscheidung, das eigene Kind in fremde Hände zu geben. Selten fällt die Trennung leicht. Doch das Leiden in der Familie überwiegt irgendwann, und nach oft langen Karrieren von schulischem Versagen, häuslicher Gewalt und Aufenthalten in Kliniken ist schließlich nur diese Form der Hilfe zur Erziehung noch nicht versucht. Das Kind lebt dann in einer Wohngruppe von acht Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 12 Jahren mit einer Bezugs-Erzieherin und weiteren festen Betreuungspersonen. Dort lernt es, tragfähige Beziehungen zu gestalten. Ein klar strukturierter Tagesablauf und die Bildung entlastender Gewohnheiten helfen ihm dabei. In diesem vertrauensvollen Klima kann das Kind seine Fähigkeiten entfalten und erweitern.
Mein eigenes Leben ist unsicher, und ich bin am Ende meiner Kräfte. Mit meinem Kind komme ich nicht zurecht, es hört nicht auf mich. Manchmal kann ich es nicht einmal mehr in den Arm nehmen, so enttäuscht und wütend bin ich.“
Ziel unserer Arbeit ist es, das Kind und seine Eltern so zu stärken, dass eine Rückkehr in die Familie möglich wird. Manchmal sind die vielfältigen psychologischen und sozialen Probleme jedoch so komplex und tief greifend, dass dies auch nach Beendigung der Grundschule nicht möglich ist. Dann muss eine weiterführende Einrichtung oder eine andere passende Form der Hilfe gefunden werden. Bis dahin begleiten und fördern wir das Kind mit allen unseren Kräften:
Wir geben den Kindern eine Zukunft.
Nicole Schröter-Heitsch, Dipl.-Päd.
Caroline-von-Heydebrand-Heim und Schule e. V.
http://www.heydebrand.waldorf.net