Geschichtliches

Schloss Gerswalde 


Gerswalde

 

(Uckermark)

 

und

 

Zehlendorf

 

Zu den drei Menschen, von denen die Initiative der anthroposophisch orientierten Heilpädagogik ausging und die sie durch Rudolf Steiner 1924 in die Tat umsetzten, gehörte Franz Löffler (1895 - 1956). Er war es auch, der 1929 zunächst das Kinderheim "Schloss Gerswalde" gründete. Mit großem Einsatz und persönlichem Engagement der Mitarbeiter begann dort die Arbeit.

Erhebliche Schwierigkeiten bereitete die Zeit ab 1933, da anthroposophische Einrichtungen (z.B. Waldorfschulen) verboten und geschlossen wurden. Zwar gab die abgeschiedene Lage des Ortes einige Sicherheit, dennoch musste man häufige Kontrollen und Eingriffe (bis hin zur zeitweisen Verhaftung leitender Mitarbeiter) hinnehmen.

Zehlendorf: Sommerfest - verschiedene Spiele im Garten

In der nachfolgenden Zeit der DDR wurde dann der die Einrichtung tragende Verein nach damaliger Gesetzeslage aufgelöst und enteignet. An eine Weiterführung der Einrichtung war nicht mehr zu denken. Die Mitarbeiter gaben den Ort auf und zogen nach Berlin. So ist im März 1951 unsere Institution hier gegründet worden. Löffler war in ihr bis zu seinem Tode im Jahre 1956 leitend tätig. Seit 1951 werden in unserer Institution in Berlin-Schlachtensee Kinder aufgenommen und unterrichtet, die einer individuellen, heilpädagogischen und intensiven Betreuung im Rahmen kleiner Gruppen bedürfen, um dann gestärkt in die normalen Entwicklungswege (in großen Klassen, z.B. der Waldorfschulen) sich wieder eingliedern zu können.